Der Western- und Country-Kult im 21. Jahrhundert



All my mem'ries gather round her
Miner's lady stranger to blue water
Dark and dusty painted on the sky
Misty taste of moonshine teardrop in my eye

Country roads take me home to the place I belong
West Virginia mountain mama take me home country roads

Wer kennt nicht den Song "Country roads" von John Denver? Ein Song, der genau das wiederspiegelt, was den Western- und Country-Kult ausmacht. Sehnsucht nach einem Land, in dem man als "Cowboy" zuhause ist. Nun hat Deutschland eher weniger mit so einem Land zu tun, doch auch hierzulande findet man eben diesen Kult wieder. Und da spielt mehr hinein als ein fast 40 Jahre alter Song, der heute wahrhaftigen Kultstatus errungen hat. Wir möchten in den nächsten Zeilen einmal etwas näher beleuchten, warum immer mehr Menschen dem Western- und Country-Virus verfallen.

Western Hobby, der Western- und Country-Kult im 21. Jahrhundert

Freiheit, Romantik und der "Lonesome Rider"

Die USA ist das Land der grenzenlosen Weiten. Hier sind die Cowboys zuhause, hier reiten sie auf ihren Pferden dem Sonnenuntergang entgegen. Sie kampieren am Lagerfeuer und sind frei wie die Vögel im Wind. Texas, Nevada, Monument Valley, Grand Canyon, die Rocky Mountains und die Route 66 – all das steht in Verbindung mit den Cowboys. Und genau das assoziiert man mit dieser Lebensweise, auch wenn sie in Wirklichkeit sicherlich etwas anders ausgesehen hat. Hierzulande können Western- und Country-Fans davon nur träumen, denn zwischen Alpen und Nordsee findet man nur selten weite Steppen, in denen man sich am Lagerfeuer versammeln kann. Deswegen wird sich anderweitig beholfen. Nicht umsonst gibt es Countryfestivals mit Livemusik und allem, was zu einem richtigen Countryleben dazugehört.

Western von gestern, Rauchende Colts und John Wayne

Wer ein richtiger Country-Freak ist, der kennt sie alle, die Fernsehserien und Filme, in denen das raue und wirkliche Leben der Cowboys gezeigt wird. Legendäre Serien wie „Rauchende Colts“ oder „Bonanza“ sind uns allen bekannt und Darsteller wie John Wayne oder Lorne Green verkörperten wie keine anderen den wahren, den echten Cowboy. Wer sieht nicht gerne die alten Kult-Serien und lässt sich in die Zeit der Goldgräber und Banditen zurückversetzen? Ein Whiskey und ein Pokerspiel im Saloon, während sich die Damen schick machen, um sich auf das Tanzfestival vorzubereiten, bei dem dann natürlich auch das allseits bekannte Barbecue gereicht wird. So kennt man die Western, so liebt man sie und so möchte man sie auch erleben.

Mit den Fernsehserien ist schon mal ein Anfang gemacht. Wer nicht genug bekommen kann, der besucht das eine oder andere Countryfestival oder kommt in diverse Freizeitparks, in denen man live am damaligen Leben teilhaben kann. Oder man fährt direkt an die Orte, an denen der Cowboy noch Cowboy sein kann. Viele Reiseveranstalter bieten mittlerweile Country-Urlaube an. Der Hit für jeden Fan.

Trucker, Biker, Coole Boys

Immer wieder werden die Trucker mit ihren übermächtigen Fahrzeugen und auch die Biker auf ihren heißen Öfen mit dem Begriff Country in Verbindung gebracht. Truckerfahrer mit langen Bärten und Sonnenbrillen, die auf den unendlich wirkenden Straßen durch die amerikanischen Wüsten unterwegs sind und natürlich ohne Countrymusik nicht auskommen. Johnny Cash, Kenny Rogers, John Denver oder auch Tammy Wynette sind immer im Gepäck mit dabei. Und die coolen Biker-Boys, die auf ihren Harleys dem Sonnenuntergang entgegensteuern – dieses Feeling ist sicherlich der Traum eines jeden Country-Fans.

Country-Musik – so vielseitig wie kaum eine andere Musikrichtung

Country Music erkennt man sofort. Auch ungeübte Hörer wissen sofort, wenn es sich um einen Country-Song handelt. Charakteristisch sind vor allem Musikinstrumente wie Gitarre, Klavier, Banjo und die Mundharmonika. Dazu kommt eine unverkennbare Singstimme, die den typisch amerikanischen Slang inne hat. Der Überbegriff Country-Musik kann dabei noch in viele unterschiedliche Musikstile unterteilt werden. Dazu zählen zum Beispiel Honky Tonk, der Nashville Sound, Western Music oder Western Swing, Rockabilly, Country-Rock oder Tex-Mex. Auch Modern-Country wird immer öfter gehört. Dazu zählen zum Beispiel Interpreten wie die Dixie Chicks oder Rednex. Das gewährleistet, dass man auch im normalen Radioprogramm den einen oder anderen Country-Titel hören kann. Denn leider wird diese Musikrichtung von den herkömmlichen Radiostationen weitestgehend verschmäht.

Cowboystiefel, Country-Hüte und Westernhose

Die Kleidung, wie man sich als eingefleischter Country- und Western-Fan kleidet, ist teilweise sehr eigen, teilweise aber auch mit den heutigen Modeerscheinungen zu vergleichen. Zum Beispiel die Jeans, die heute wohl jeder im Schrank hat, war einst eine Kleidung nur für Cowboys. Wer als Fan eine Jeans trägt, der macht schon mal nichts falsch. Neben der Jeans gibt es auch die typische Westernhose aus Leder und auch die Stoffhose mit den auffälligen Hosenträgern. Dazu ein Stehkragenhemd im Oldstyle, eine Weste und auch eine Wachsjacke oder ein Gehrock. Ach ja, und die Cowboystiefel mit Fransen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Damen werfen sich mit verschiedenen schicken Oldstyle-Kleidern in Schale. Hinzu kommen vor allem für die Männer, noch diverse Utensilien. Der Cowboyhut, das Halstuch, der Gürtel, das Gürtelmesser und natürlich das legendäre Zippo Feuerzeug, das immer parat sein muss, wenn man ein Feuer machen oder sich eine Kippe anstecken möchte. So ausgestattet kann das nächste Festival kommen. Wer nun noch auf seinem eigenen Pferd daherkommt, der geht als echter Cowboy durch.

Country- und Western-Fans sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Sie haben ein Hobby, das sie gemeinsam verfolgen, denn nur wenn viele zusammenkommen, macht das erst so richtig Spaß! Festival sind dafür prima geeignet. Diese finden jährlich an unterschiedlichen Orten statt. Und wer „back to the roots“ möchte, der verbringt seinen nächsten Urlaub genau dort, wo einst die Cowboys auf dem Rücken ihrer Pferde dem Sonnenuntergang entgegen geritten sind, wo einst nach Gold geschürft wurde und wo noch heute die eine oder andere Geisterstadt zu finden ist. Vor allem der Westen der USA ist prädestiniert dafür. Wer einmal Blut geleckt hat, der wird davon nicht mehr loskommen.

Lassen Sie uns unseren Abstecher in die Country- und Western-Welt mit einigen Zeilen aus dem Song „Detroit City“ von Bobby Bare beschließen, der die Sehnsucht genau auf den Punkt bringt.

Last night I went to sleep in Detroit city,
And I dreamed about those cotton fields and home,
I dreamed about my mother,
dear old papa, sister and brother,
And I dreamed about that girl,
whose been waitin' for so long.

I want to go home, I want to go home,
Oh Lord, I want to go home.



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